Vaishavi's Geschichten
Wir haben uns gefragt, wie wir Euch Vaishavi und die Rasse Akita am besten beschreiben können. Es gibt so vieles zu erzählen!
Hier findet Ihr eine kleine Ansammlung von Alltagsgeschichten. Insgesamt bekommt Ihr dadurch einen Eindruck über das Wesen und den Charakter der Akita Inus ...
Es ist endlich soweit, die Wurfplanung ist fixiert. Nach langer und reiflicher Überlegung haben wir uns entschlossen Vaishavi bei ihrer nächsten Läufigkeit decken zu lassen. Der Deckrüde steht ja schon lange fest. Miki soll der glückliche Bräutigam werden.
Um alle Unsicherheitsfaktoren und Gefahren möglichst auszuschließen, waren wir am 5. Tag der Läufigkeit beim, auf Gynakologie spezialisierten, Tierarzt. Es hat zwischenzeitlich fast so ausgesehen, dass der Osterhase die Welpen bringt, aber beim Folgetermin am 9. Tag der Läufigkeit, wurde dann noch Blut abgenommen, um den Hormonspiegel zu messen und wir erfuhren, dass es frühestens ab Samstag (13. Tag) soweit sein wird.
Nachdem Vaishavi ja kaum etwas so macht, wie es im Lehrbuch steht, haben wir den Deckrüden zur Sicherheit schon am Freitag zu uns bestellt. Immerhin hatten wir schon einen kurzen Schreckmoment, als beim Spaziergang am Tag davor, plötzlich ein herrenloser Riesenschnauzer neben unserer Hündin aus dem Nichts aufgetaucht ist und ihr den Hof gemacht hat. Sie war doch sehr interessiert und wir sind uns sicher, dass die beiden wohl ohne elterlichen Freibrief in die Flitterwochen abmarschiert wären, hätten wir Vaishavi nicht an der Leine gehabt.
Miki kam jedenfalls schon Freitag mittag zu uns und wird solange bei uns wohnen, bis er seine Schwerstarbeit vollrichtet hat. Der Empfang seitens Vaishavi war zwar freundlich, aber doch eher kühl. Während Miki erstmal jeden Baum und jeden Busch (und davon gibt es viele bei uns im Garten) teilweise mehrfach markiert hat, war Vaishavi vor allem an einem Spaziergang interessiert. Gesagt, getan. Im tief verschneiten Wald war dann auch alles andere interessanter als der geplante Deckpartner. Aber zumindest war man sich einig, welcher Baum markiert werden muss. Doppelt hält besser.

Wieder im Garten angekommen waren sie zwar schon etwas mehr aneinander interessiert, aber mehr als normales Spielen war noch nicht drin. Erst als wir Menschen uns in die wohlige Wärme des Hauses zurückzogen, haben die beiden mit ernsthaften Paarungsritualen begonnen. Das passte ganz gut, nachdem wir gehört haben, dass der scheue Miki die früheren Deckhündinnen immer erst gedeckt hat, nachdem er unbeobachtet war. Vaishavi forderte Miki mehrfach durch Aufreiten und Ohrenknabbern auf und letztendlich war Miki es, der aufgeritten ist. Doch noch erfolglos ... aber das wussten wir ja bereits, der Tierarzt hat es ja vorhergesagt.
Am Abend war es dann noch recht spannend, wie die Katzen auf den großen, dunkelhaarigen Eindringling reagieren würden. Interessanterweise waren die normalerweise Fremden gegenüber sehr reservierten Samtpfoten aber recht unbeeindruckt. Schon nach kurzer Zeit trauten sie sich zu ihm in den Raum.
Miki summte Vaishavi noch einige Liebesgesänge vor. Sie zeigte sich aber ganz und gar nicht beeindruckt und so erhielt er als Gute-Nacht-Gruß nur einen recht resoluten Knurrer.
Naja, morgen ist auch noch ein Tag...


